GRANATZWEG

Der „Granatzweg“ entlang der alten bayerisch-österreichischen Grenze hat einiges zu bieten. Besonders interessant sind auch die Rundwege, die als Abzweiger kleine ins sich geschlossene Wanderungen darstellen. So führt die "Südroute" zum Freilichtmuseum Furthmühle und zum Schlossmuseum Feldegg.  In Riedau liegt das Holz- und Werkzeugmuseum Lignorama am Weg, in Zell an der Pram das Sallaberger-Haus und Schloss Zell.  Insgesamt verbindet er fünf der 17 Pramtal Museen.

„Wandern auf den Spuren der Historie“

Am Westrand des Bezirkes Grieskirchen verlockt der im Mai 2010 eröffnete „Granatzweg“, in die Geschichte einzutauchen und ins Land hineinzuschauen. Der Höhenkammweg führte ursprünglich  entlang der einstigen bayerisch-österreichischen Grenze von Geiersberg über Pram nach Taiskirchen. Ende September 2012 wurde der Weg auf 40 km Länge erweitert und lenkt die Schritte weiter nach Dorf an der Pram, Riedau, Zell an der Pram, Altschwendt und St. Willibald. Nach Westen schweift der Blick ins Innviertel, nach Osten ins „Landl“.

Der heutige Verlauf der Bezirksgrenze zwischen Ried im Innkreis und Grieskirchen ist fast ident mit der ehemaligen Grenze. Besonders interessant ist es die Abweichungen, insbesondere zischen Schärding und  Grieskirchen, zu erforschen.  Und nach wie vor ist der alte Grenzverlauf zwischen Bayern und Österreich den Menschen dieser Region ein Begriff. Die Bewohner auf der ursprünglich bayerischen Seite werden immer noch als „Granatzer“ bezeichnet, was sich von „Granica“, dem altslawischen Wort für Grenze, ableitet.

Bis zum Bayerischen Erbfolgekrieg war das Gebiet des späteren Innviertels ein Teil Bayerns. Auslöser des Krieges war der Tod des kinderlosen Kurfürsten Maximilian III. Joseph (1745 bis 1777). Mit seinem Tod starb die bayerische Linie der Wittelsbacher aus. Österreich erhob Anspruch auf das Herzogtum Niederbayern. Mit dem Frieden von Teschen, der den Erbfolgekrieg beendete, kam das Innviertel 1779 zu Oberösterreich.

Der für Wanderer und Nordic Walker mühelos bewältigbare Granatzweg bietet auf rund 40 km viel Abwechslung, Entspannung und wunderbare Ausblicke. Für Pedalritter gibt es einen eigens beschilderten Radweg.

Ausgehend von der Pfarrkirche Geiersberg wandert man über sanfte, teils bewaldete Höhenrücken, der Beschilderung folgend, nach Taiskirchen. Entlang der historischen Grenze warten herrliche Plätze, die bei klarer Sicht weit ins Land blicken lassen. Bänke laden zum Verweilen ein, eine hölzerne Aussichtsplattform lockt zum Rundblick, auf der Panoramakarte findet man die umliegenden Gemeinden. Schautafeln zur Geologie veranschaulichen die Entstehung der Landschaft und erläutern dem historisch interessierten Wanderer die bewegte Geschichte und die Lebenssituation der Menschen dieser Gegend. Überdies trifft man auf zwei sehr gut erhaltene bayerisch-österreichische Grenzsteine. In der Ortschaft Gerhartsbrunn lädt eine von Künstler Konsulent Meinrad Mayrhofer gestaltete „Kunstmeile“ zum Schauen und Entdecken ein.

Rundwege:
Granatzweg-Südroute
Wer sich noch genauer mit dem geschichtsträchtigen Gebiet befassen will, kann auf mehreren kleinen Rundwegen, die an die Hauptroute angebunden sind, weitere Sehenswürdigkeiten besuchen.  Ab Mai 2011 wird ein neuer abwechslungsreicher Rundwanderweg auf der „Granatzweg-Südroute“ eröffnet. Ausgehend von der wunderschönen Pfarrkirche in Pram, vorbei am Mühlenmuseum der Furthmühle Pram wird dieser 2 bis 3 Stunden lange Rundweg über den Schulterberg hinunter bis bis zur Ortschaft Gries führen. Von dort geht es weiter zum Grenzstein in Rühring und vorbei am Baumhaus und der Kunstmeile zur Aussichtsplattform in Gerhartsbrunn. Am Weg hinab nach Pram kann man noch einen Abstecher zum wunderschönen Renaissanceschloss Feldegg machen.

Rundweg Gries
Rundweg Prenning
Rundweg Furthmühle
Rundweg Hinterndobel
Familienrundweg Dorf
Rundweg Riedau
Energiepark-Seilerkruez
Schanzen-Totenweg

 

Für die zünftige leibliche Stärkung sorgen die einladenden Gasthäuser, die Granatzwirte.

Weitere Informationen unter: www.granatz.com

DER GRANATZWEG WIRD VERLÄNGERT! Bis nach St. Willibald.
Eröffnung ist am So., 29. Sep. in allen Granatz-Gemeinden.
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  • Logo des Grantzweges
  • Die Aussichtsplattform bietet einen guten Blick in die ehemals getrennten Länder
  • Auch die Kunst kommt nicht zu kurz.
  • Typisches Zeichen: ein Grenzstein