MÜHLE IN RIEN

Die Mühle in Rien liegt am Granatzweg in Dorf Rien (daher auch heute noch der gebräuchliche Name „Mühle in Rien“), südlich der Ortschaft Altschwendt (ca. 1 km) und wird gespeist vom Altschwendtner Bach (vormals auch Faule Aschach), Sie besteht bereits seit ca. 1634 als Lohn- bzw. Umtauschmühle und wurde erstmals 1635 urkundlich als „Mühle in der Pfalz“ in den Urbarien des Schlosses Zell an der Pram (später Sankt Martin im Innkreis) erwähnt. Seit dem Jahr 1892 steht die Mühle in Rien samt kleiner dazugehörigen Landwirtschaft im Besitz der Familie Hofinger.

 

Im Lauf der Zeit wurde der Betrieb von einer Mühle mit einem Mahlgang mit einem „Franzosen“ immer verbessert. Bis 1918 erfolgte der Antrieb der Mühle über ein oberschlächtiges Wasserrad, welches heute aber nicht mehr existiert. Im Jahr 1919 wurde eine -  heute noch immer - funktionsträchtige Francis-Turbine (Baujahr 1917) mit einer Leistung von 5 kW und einem Schluckvermögen von 100l/s bei einem Gefälle von 6 m eingebaut, welche dann die mechanische Energie für den Mahlbetrieb liefert(e).

 

In der Trockenzeit dient(e) ein heuten noch betriebsbereiter Petroleummotor/Rohölmotor der Firma Schlütter (Baujahr 1920) als Energiequelle, der allerdings mittlerweile auf Diesel umgestellt wurde. Seit 1922 kann die Mühle auch mittels eines Elektromotors betrieben werden und stammt der aktuell eingebaute Elektromotor mit 4,6 kW Nennleistung aus dem Jahr 1968

 

Seit dem letzten Umbau im Jahr 1968 ist die Mühle mit 1 Schrotwalze, 1 Mahlwalze (Glattwalze) sowie 1 AHI-Stuhl (geriffelt) ausgestattet und wurde damit hauptsächlich Weizen, Roggen und zuletzt auch Dinkel gemahlen. Als Siebmaschine dient(e) ein Müllner-Plansichter und zum Putzen der Grieße eine Grießputzmaschine der Firma Napetschig, Kärnten. Dadurch war es möglich als wichtiger Nahversorger die Lohnvermahlung im Ausmaß von ca. 50 t/Jahr von bzw. für Bauern aus Altschwendt und den umliegenden Gemeinden bis Ende des Jahres 1995 durchzuführen.

 

Seit dem Jahr 2000 sind das Grundstück und Gebäude als Museum gewidmet und wurde das Museum nach einer Sanierung im Rahmen des 1. Österreichischen Mühlentags im Oktober 2023 eröffnet und beherbergt heute auch die „La Mulinaria Kräutermanufaktur“ von Maria Hofinger, die Kräuter aus dem angeschlossenen landwirtschaftlichen Betrieb verarbeitet. Die Produkte sind zu den Öffnungszeiten des Mühlenmuseums erhältlich: immer samstags (ganzjährig) 14-16 Uhr.

 

 



Mühle in Rien

Rien 4,
4721 Altschwendt

Kontakt

+43 664/ 65 65 61 3
a.hofinger@fh-vie.ac.at

Öffnungszeiten

Ganzjährig jeden Samtsag 14 bis 16 Uhr