Präsentationsvortrag zur Sonderausstellung „Rebellen!“ mit Kons. Mag. Irene Keller
Donnerstag, 23.April 2026, 19 – 21 Uhr, Schloss Starhemberg (Bauernstube)
Im Zuge der Communale zeigt heuer das Haager Heimatmuseum in Zusammenarbeit mit „Kulturgut Hausruck“ die Ausstellung „Rebellen! Die schwarzen Bauern der Weiberau – ihre Beweggründe und Schicksale im OÖ. Bauernkrieg!“
Kuratoren der Ausstellung sind das Historikerehepaar Kons. Mag. Irene und Kons. Christian Keller. Sie haben anhand der historischen Quellen (Archiv Schloss Starhemberg, OÖ. Landesarchiv Linz, Bayrisches Staatsarchiv München) geforscht und werden in der heurigen Sonderausstellung diese Zeitepoche in Erinnerung rufen.
Der Vortrag „Rebellen !“ lädt dazu ein, sich auf eine Zeitreise in die Epoche der Bauernkriege zu begeben. Anhand von Bildern aus der Zeit und Informationen über lokale Ereignisse in und um Haag soll Einblick in das Leben und die Beweggründe der Aufständischen gegeben werden.
Thematisiert werden dabei die religiösen Konflikte zwischen den katholischen Marktbewohnern und den evangelischen Bauern. Schon 1595, beim ersten Bauernaufstand in unserer Gegend, wurde der Markt Haag von Bauern besetzt und die Bürger zum Anschluss gezwungen.
Auch beim Einfall des bayerischen Kriegsvolkes 1620 überfielen die Bauern den Markt und plünderten das Schloss. Daraus entwickelte sich ein heftiger Konflikt zwischen der Pflegerin Starhembergs, Maria Finckh, und dem Adeligen Achaz Wiellinger aus Haag, der die Bauern anführte.
1626 wurde Achaz Wiellinger zum Oberhauptmann der Bauern und befehligte besonders die „schwarzen Bauern aus der Weiberau“, einem der wichtigsten Lager des Bauernkriegs. Sein Schicksal, rekonstruiert aus seinen Verhörprotokollen, soll ebenso wie die Lebensgeschichte Alexander Knasmüllers von der Knasmühle Einblicke in die Zeit geben.
Thematisiert werden auch die Schlachten von Kornrödt und Wolfsegg.
Auch beim letzten Bauernaufstand 1632, rückte Haag wieder ins Zentrum der Ereignisse. 19 Aufständische aus der Umgebung saßen danach im Schloss gefangen, fünf von ihnen wurden 1633 am Marktplatz hingerichtet. Ihren Lebensgeschichten sollen im Vortrag nachgegangen werden.